Hefekultvierung ist in den Zeiten des Internets definitv nicht mehr nötig. Man bekommt zu jeder Zeit alle erdenklichen Hefesorten ob Flüssighefe oder Trockenhefe jeweils in bester Qualität. Einige Hobbybrauershops bieten sogar einen Hefenotdienst an, sodass man spätestens am nächsten Tag die gewünschte Trockenhefe geliefert bekommt. Warum sollte man sich also die Hefekultivierung antun?

Ganz einfach: Es macht Spaß!

Weiterhin sehe ich persönlich folgende Vor und Nachteile.

Vorteile:
– Immer die passende Hefe zuhause
– Es muss nicht jedesmal etwas bestellt werden
– Ein weiterer Interessanter Aspekt des Hobbybrauens
– Auf Dauer preiswerter (bei einem Hobby jedoch zweitrangig)

Nachteile:
– Zeitaufwendiger als die Internetbestellung (2-4 Tage Vorbereitungszeit)
– Kosten für die Gerätschaften
– Man ist selbst Schuld, wenn etwas schief geht!

Dieser Artikel stellt eine bebilderte Dokumentation meiner Vorgehensweise dar. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Weiterfürhende Informationen findet Ihr unter Literatur

Benötigte Geräte:
– Gasbrenner oder Lötlampe
– Impföse(n) nach Knolle (Sparfüchse nehmen Edelstahlbüroklammern)
– Kulturröhrchen ab 140mm Länge mit Außengewinde (alternativ kleine Schraubgläser)
– Petrischalen (alternativ funktionieren auch Schraubgläser)
– Schnellkochtopf (nicht zwingend aber extrem nützlich)
– Agar-Agar-Pulver
– Würze, Malztrunk oder Malzextrakt

 

Zu Beziehen ist das benötigte Material den gängigen Hobbybraubedarfshändlern, Apotheken und oder anderen großen Internetversanhändlern.
Hinweis: Der Bezug über den Laborgroßhandel ist meiner Erfahrung nach nicht mehr ohne weiteres möglich, da sowohl Carl Roth als auch VWR zwingend einen Gewerbeschein fordern. Die Angabe Privatbrauerei XY hat in beiden Fällen nicht funktioniert!
“Preiswert” sind die Händler meiner Erfahrung nach ebenso nicht, da die Verpackungseinheiten nicht auf den Privatmann angepasst sind.
Beispiel:
– Kulturröhrchen VPE 100 Stück (ich benötige Maximal 30)
– Petrischalen VPE 20 Stück       (2-4 reichen in aller Regel)


Meist nutze ich als Nährmedium den Malztrunk einer Brauerei aus Öttingen. Mit Sicherheit nicht das bestmögliche Nährmedium, aber es funktioniert.